Es ist nun fast zwei Jahre her, seit die Familie Vuk ihre erste große Europareise unternommen hat. Und obwohl erst 15 Monate vergangen sind, seit wir von diesem fantastischen Abenteuer zurückgekehrt sind, ertappe ich mich dabei, wie ich voller Vorfreude auf den nächsten Ausflug ins Ausland warte. Bei diesem ersten Besuch, bei dem wir mit Flugzeugen, Zügen und Autos (und nicht zuletzt mit Fahrrädern) über zehn Länder in ganz Europa bereisten, veränderte sich mein Verständnis von der Welt. Die Vielfalt innerhalb jedes Landes ist zwar atemberaubend und wunderschön, doch mir wurde bewusst, dass uns als Menschen mehr verbindet als trennt.

Und so sind wir nun hier. Mit vier Kindern im Schlepptau, einem Au-pair aus Holland/Kanada und zwei Eltern, die sich darauf freuen, endlich mal wieder aus dem Haus zu kommen!

London ist die erste Station unserer Reise, und ich schreibe diesen Morgen aus dem Stadtteil Islington. Wie zu erwarten war, herrschen hier Regen und Kälte, die die Stadt ebenso durchdringen wie unsere schlecht beheizte Wohnung. Wie der Komiker Groucho Marx einmal sagte: „Ich reise ab, weil das Wetter zu schön ist. Ich hasse London, wenn es nicht regnet.“

Dank unglaublich günstiger Theaterkarten (und ohne die 50-prozentigen Aufschläge von Ticketmaster!) habe ich die darstellenden Künste auf eine Weise erlebt, wie nie zuvor. Ein südafrikanisches Ballett, JK Rowlings Theaterproduktion „The Cursed Child“ (fantastisch!) und „Rosmersholm“ (eine West-End-Premiere) haben unsere kulturelle Landschaft in der vergangenen Woche bereichert. Und mit Besuchen im British Museum, im Windsor Castle, im Tower of London und im Natural History Museum kommen auch die Kinder voll auf ihre Kosten (ganz zu schweigen von den kilometerlangen Spaziergängen!).

Wir haben unser zweites Abenteuer im Bereich des Worldschooling unserer Kinder begonnen. Mit einem weitgehend auf Lesen basierenden Lehrplan nach Charlotte Mason für die beiden Älteren erkunden wir gemeinsam die Kultur in vollen Zügen. Bei einem Besuch im British Museum lautete die Aufgabe für die Kinder, eine afrikanische Maske, eine Mumie, einen goldenen Streitwagen, einen Ninja und den Rosetta-Stein zu finden. Trotz zahlreicher „Ich bin müde“-Rufe des dreijährigen Arden (und Nickerchen auf dem Boden!) haben sie es geschafft. Als sie während ihrer dreistündigen Erkundungstour durch das Museum wiederholten, was sie über die einzelnen Exponate gelernt hatten, rief Arden laut: „MUMIE!“

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